27.01.2017|Stuttgart
L-Bank und Internationale Bachakademie ehren Preisträger von „Zauberhaft“
 
Zauberhaft 2017
 
Gewinner des Kreativ-Wettbewerbs für Förderschulen aus Stuttgart, Holzgerlingen, Sindelfingen und Steinach
Mehr als 180 Kinder ließen sich von Johann Sebastian Bach verzaubern
Entlang der Wände der Stuttgarter L-Bank Rotunde standen und hingen viele zauberhafte Kunstwerke, Fotos und Bilder – mittendrin mehr als 180 aufgeregte Kinder und dazu ein Cembalo. 17 Förderschulen aus ganz Baden-Württemberg haben sich im Herbst 2016 an „Zauberhaft“, dem jährlich stattfindenden Kreativ-Wettbewerb der Förderbank der L-Bank, beteiligt. Heute (27. Januar) waren die teilnehmenden Klassen mit ihren Lehrern zur Preisverleihung in die Landeshauptstadt gekommen.
Unter dem Motto „Zauberhafter Bach – wenn eure Gedanken auf Reisen gehen“ hatte die Förderbank Baden-Württembergs zum zweiten Mal in Kooperation mit der Internationalen Bachakademie Stuttgart die Förderschulen des Landes dazu aufgerufen, sich von den Werken von Musik-Genie Johann Sebastian Bach und insbesondere von dessen „Wohltemperiertem Klavier“ inspirieren zu lassen und ihre ganz eigenen Interpretationen zu entwickeln. Das haben sich die teilnehmenden Schulen nicht zwei Mal sagen lassen, und auch den Namen „Bach“ auf ganz eigene Art aufgegriffen.
Den ersten Platz errang dabei die Heilbrunnenschule Stuttgart mit ihrem Stop-Motion-Film „Wir in einem Boot“. Mit großem handwerklichen Geschick bauten die Kinder ein Boot aus Karton, begaben sich darin gemeinsam auf die Reise und wurden vom Bach – dargestellt durch das Wasser – getragen. Die engagierte Schule aus dem Stuttgarter Stadtteil Möhringen hat als treueste Schule schon zum siebten Mal an „Zauberhaft“ teilgenommen und den Wettbewerb nach 2010 jetzt zum zweiten Mal gewonnen. „Film und Musik harmonierten so gut, dass wir Juroren am liebsten mit an Bord gegangen wären“, beschreibt Cordula Bräuninger, Generalbevollmächtigte der L-Bank, das Votum der Jury. Gemeinsam mit Gernot Rehrl, dem Intendanten der Internationalen Bachakademie Stuttgart, ehrte Bräuninger die insgesamt vier Preisträger des bundesweit einzigen Wettbewerbs, der sich ausschließlich an Förderschulen wendet.
Die Silbermedaille ging an die Heinrich-Harpprecht-Schule aus Holzgerlingen. Damit ist die im Kreis Böblingen ansässige Förderschule die erfolgreichste Schule, da sie seit Einführung des Preises im Jahr 2009 am häufigsten unter den Siegern war. In neun „Guck-Kästen“ bastelten die elf- und zwölfjährigen Schüler kleine Miniaturwelten. Beim Blick durch den Sehschlitz ins Innere der Kästen erschließt sich eine Zeitreise durch Szenen aus Bachs Leben. Die Jury faszinierte, wie in Detailarbeit Personen, Musikinstrumente, Zimmer und Gefühlswelten entstanden.
Gleichauf und zusammen auf dem dritten Platz landeten die Martinsschule aus Sindelfingen und die Georg-Schöner-Schule aus Steinach. Die Martinsschule, bereits im letzten Jahr auf dem Siegertreppchen, überzeugte im „Zauberhaften Zirkus“ mit akrobatischen und zugleich kunstvollen Leistungen: Mit ihren Körpern stellten die Schüler Tasten des Klaviers dar – andere spielten die Musik auf ihnen nach. Die Teilnehmer der Georg-Schöner-Schule aus dem Ortenaukreis ließen mit „Bachgeflüster an unserer Kinzig – Gedankenfluss“ ihre ganz individuellen Wünsche auf Papierschiffchen im Bach davontreiben. In der Materialcollage verarbeiteten sie Fundstücke aus dem Bach vor ihrer Schule.
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Die Jury mit Vertretern der L-Bank, der Bachakademie und der Staatsgalerie sowie Autoren, Journalisten und Designern bekam ein beeindruckendes Bild, was an Förderschulen in Projektarbeit möglich ist und in Eigeninitiative von den Lehrern entwickelt wird...